Der Fonds Investigative Journalism for Europe (IJ4EU) hat heute, am 1. Juni, zwei neue Ausschreibungen zur Förderung von internationalem investigativem Journalismus in der Europäischen Union eröffnet.

IJ4EU’s Programm zur Unterstützung von investigativem Journalismus wird Zuschüsse zwischen 5.000 € und 50.000 € an Teams vergeben, die grenzübergreifend arbeiten und mindestens ein Nachrichtenmedium oder eine Organisation für investigativen Journalismus oder eine_n Mitarbeiter_in einer solchen Organisation einbeziehen.

Die Bewerbungsfrist endet am 14. Juli um 23:59 Uhr MESZ. Eine zweite Ausschreibung im Rahmen dieses Programms wird voraussichtlich im August folgen. Weitere Informationen finden Sie hier und unter den FAQs.

IJ4EU’s neues Programm zur Unterstützung von freiberuflichen Journalisten wird Zuschüsse von bis zu 20.000 € für grenzüberschreitende Rechercheteams bereitstellen, die ausschließlich aus freiberuflichen Journalisten bestehen. Darüber hinaus bietet das Programm Möglichkeiten zur Weiterbildung, Mentoring und Vernetzung.

Die Frist für Bewerbungen endet ebenfalls am 14. Juli um 23:59 Uhr MESZ. Das Programm wird nur eine Ausschreibung im Jahr 2021 haben. Ausführliche Informationen finden Sie hier und unter den FAQs.

Insgesamt wird der IJ4EU-Fonds im Jahr 2021 1,1 Millionen Euro an direkten Zuschüssen zur Unterstützung von grenzüberschreitendem investigativem Journalismus im öffentlichen Interesse bereitstellen. Ungefähr 835.000 € werden über das Investigation Support Scheme und 265.000 € über das Freelancer Support Scheme verteilt. 

Lesen Sie hier mehr über den IJ4EU-Fonds und warum wir uns für die Unterstützung von investigativem Journalismus einsetzen. 

Die Förderungen sind eine Fortsetzung des erfolgreichen Pilotprojekts von IJ4EU im Jahr 2018, in dem 12 grenzüberschreitende Recherchen gefördert wurden, und einer zweiten Auflage im Jahr 2020, in der 49 Recherchen gefördert wurden.

Die bisher geförderten Recherchen finden Sie in unserem Projektbereich

Die geografischen Zulassungskriterien sind für beide Programme gleich. Anträge müssen von Teams eingereicht werden, deren Mitglieder in mindestens zwei EU-Mitgliedsstaaten oder in mindestens einem EU-Mitgliedsstaat und Großbritannien ansässig sind. (In Großbritannien ansässige Journalisten sind auch im Jahr 2021 für die IJ4EU-Förderung zugelassen).

IJ4EU begrüßt auch Bewerbungen von Journalisten, die in offiziellen EU-Kandidatenländern oder Drittländern ansässig sind, solange sie mit Kollegen in mindestens zwei EU-Mitgliedstaaten zusammenarbeiten.

Die Projekte müssen sich auf Themen mit länderübergreifender Relevanz konzentrieren. Es werden Recherchen zu allen Themen berücksichtigt.

Das Freelancer Support Scheme ist auf reine Freelancer-Teams beschränkt. Das Investigations Support Scheme ist offen für Teams jeglicher Zusammensetzung, einschließlich gemischter Teams aus festen Journalisten und Freiberuflern, solange sie mindestens ein Redaktionselement enthalten.

Teams aus verschiedenen Medienarten – einschließlich Print, Rundfunk, Online-Medien, Dokumentarfilm und plattformübergreifendes Storytelling – werden berücksichtigt. Die Projekte müssen darauf abzielen, von Medien in mindestens zwei Ländern veröffentlicht zu werden.

IJ4EU-Zuschüsse können zur Finanzierung jeglicher Art von Kosten verwendet werden, die für die Produktion von journalistischen Inhalten notwendig sind. Dazu gehören Gehälter und Personalkosten sowohl für angestellte als auch für freie Journalisten, Recherchekosten, Reisekosten, Übersetzungskosten und Verwaltungskosten.

Die Förderungen im Rahmen beider Programme werden von unabhängigen Jurys vergeben, die sich aus renommierten Chefredakteur_innen, investigativen Journalist_innen und Journalismusexpert_innen zusammensetzen. Lesen Sie hier mehr über den Auswahlprozess und die Kriterien.

Ausführliche Informationen über beide Förderprogramme und wie man sich bewirbt, sowie Informationen über bereits geförderte Projekte, finden Sie auf der IJ4EU-Website. Lesen Sie hier unsere FAQs zur Antragstellung.

Der IJ4EU-Fonds hat es sich zur Aufgabe gemacht, die investigative Berichterstattung in einer für den Journalismus und die Medien kritischen und herausfordernden Zeit zu unterstützen. Investigativer Journalismus bleibt unter der anhaltenden Pandemie so wichtig wie eh und je.

Über IJ4EU

IJ4EU (Investigative Journalism for Europe) ist ein Fonds zur Unterstützung von grenzüberschreitendem investigativem Journalismus. Wir vergeben Fördergelder an Journalistenteams in Europa, die Themen von öffentlichem Interesse recherchieren.

Der IJ4EU-Fonds wird von einem Konsortium aus drei Organisationen getragen: dem International Press Institute (IPI), dem European Journalism Centre (EJC) und dem European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF). 

Das IPI leitet das Konsortium und verwaltet das Investigative Support Scheme.

EJC verwaltet das Freelancer Support Scheme. ECPMF betreibt einen Preis für grenzüberschreitenden investigativen Journalismus und die jährliche #UNCOVERED-Konferenz von IJ4EU. ECPMF unterhält auch einen Rechtshilfefonds für Stipendiaten.

Das IJ4EU-Programm wird als ein Förderungsprojekt der Europäischen Kommission (DG Connect) mitfinanziert. Im Jahr 2020 erhielt es zusätzliche Mittel von Open Society Foundations, Fritt Ord, Luminate und der Stadt Leipzig. Das Programm ist bei der Auswahl der Projekte völlig unabhängig von den Geldgebern und garantiert die strikte redaktionelle Unabhängigkeit aller Geförderten.

Noch Fragen?

Wir empfehlen interessierten Bewerber_innen, die IJ4EU-Website und unsere FAQ-Seite zur Bewerbung zu besuchen. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen.

Kontakt

Allgemeine Fragen/Fragen zum Investigation Support Scheme:

Timothy Large, IJ4EU-Programmkoordinator beim IPI (grants@ipi.media)

Fragen im Zusammenhang mit dem Freelancer Support Scheme: 

Zlatina Siderova, EJC-Projektmanagerin (siderova@ejc.net).